25. März 2026
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Suchtberatung "dringend erforderlich"

Diakonie-Pläne: Erste Beigeordnete und Kreis äußern sich

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Seit Jahrzehnten bietet die Diakonie am Biesenkamp in der Castroper Altstadt Suchtberatung an. Damit soll zum 1. Juli Schluss sein. (CASNews berichtete). „Sofern der Kreis Recklinghausen keine auskömmliche Finanzierung sicherstellt, können wir das Angebot nicht weiter aufrechterhalten“, hatte Jörg Kasbrink, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes in Herne, im Gespräch mit CASNews erklärt. Neben dem Kreis Recklinghausen sitzt auch die Stadt Castrop-Rauxel mit im Boot. Jetzt erhielten wir auf unsere Anfrage eine Rückmeldung aus dem Rathaus.


Die Finanzierung laufe im Wesentlichen über den Kreis Recklinghausen (Anmerkung der Redaktion: Der Kreis fördert die Suchtberatungsstelle Castrop-Rauxel mit jährlich ca. 155.000 Euro). Der Anteil der Stadt Castrop-Rauxel betrage rund 6.200 Euro pro Jahr, so Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann.


"Seit Bekanntwerden der Absicht der Diakonie Herne, die Suchtberatung aus wirtschaftlichen Gründen zu schließen, sind wir hierzu in Gesprächen. Das Jobcenter, die Betreuungsstelle sowie die Berufsbetreuer haben sich mit Appellen an die Stadtverwaltung gewandt, um die Notwendigkeit der Fortführung zu dokumentieren“, sagt Regina Kleff, Erste Beigeordnete der Stadt. Und sie betont: „Eine Fortführung ist fachlich dringend erforderlich und vorgesehen.“


Aufgrund der Kündigung durch die Diakonie Herne sei ein Trägerwechsel in Betracht zu ziehen.


Nach Ostern findet ein Termin mit Vertretern des Kreises statt, um über etwaige Lösungen zu sprechen", sagt Regina Kleff.


Auf die Frage, ob es denn keine Möglichkeit gebe, die Suchtberatung der Diakonie aufrechtzuerhalten, hatte Diakonie-Geschäftsführer Jörg Kasbrink, neben einer finanziellen Aufstockung, auch einen veränderten Stellenschlüssel ins Spiel gebracht. Bisher sei man dazu angehalten gewesen, 2,0 Stellen in Castrop-Rauxel vorzuhalten. Diese seien auf drei Köpfe verteilt. Dazu äußerte sich Kreissprecherin Lena Heimers nun wie folgt: „Es werden entsprechend der vom Kreistag beschlossenen Förderrichtlinien an die Träger der Beratungsstellen im gesamten Kreis Recklinghausen keine festen Fördersummen ausgezahlt, sondern je Vollzeitäquivalent kalkulierte und tariflich angepasste Beträge. Eine Anpassung des Stellenschlüssels hätte also eine geringere Fördersumme zur Folge.“


Bei Einführung der Förderung sei neben einer Mitfinanzierung durch das Land auch immer ein Eigenanteil des Trägers vorgesehen gewesen, so Lena Heimers. Durch die Kompensation eines weggefallenen Landeszuschusses erhalte die Suchtberatung in Castrop-Rauxel bereits einen zusätzlichen Ausgleich.


Jörg Kasbrink hatte gegenüber CASNews erklärt, dass sich die Eigenbeteiligung der Diakonie pro Jahr auf rund 40.000 Euro belaufe.


  • Quelle(n):

Autor

Nina Möhlmeier

Nina Möhlmeier

Freie Mitarbeiterin