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"Gehweg ins Nichts"
Hellweg: Anwohner wünschen sich mehr Sicherheit
- 16.03.2026 um 17:54
- Castrop-Rauxel
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Jetzt Newsletter abonnieren„Mit Kindern hat man ein ganz schlechtes Gefühl, dort täglich herzulaufen. Man hofft immer, dass nichts passiert“, sagt Sarah Bombelka (36). Es geht um ein rund 200 Meter langes Stück Seitenstreifen an der Straße „Hellweg“. Sie habe sich schon mehrfach an die Stadtverwaltung gewandt, erklärt Sarah Bombelka. Trotz Ankündigung habe sich bis dato jedoch nichts getan.
„Es ist ein nicht vollendeter Gehweg. Auf der Merklinder Seite wurde er gemacht, auf der Schweriner Seite hat man ein Stück ausgelassen. Es ist ein Gehweg ins Nichts“, fasst Gregor Bombelka (42) zusammen. Was bleibt, ist die Nutzung des Seitenstreifens, doch dieser sei besonders im Herbst und Winter nicht passierbar. Wenn es geregnet habe, sei es rutschig und matschig. Zudem fielen immer wieder Äste herunter. Man sei daher als Fußgänger gezwungen, auf die Fahrbahn auszuweichen. Ein gefährliches Unterfangen. Beleuchtung sei an besagter Stelle nicht vorhanden. „Und die Autos heizen hierher!“
Die Bombelkas haben zwei Söhne im Kindergartenalter. „Wir wohnen auf Schwerin, der Kindergarten ist in Merklinde. Wir laufen jeden Tag dort her“, sagt Sarah Bombelka. Mit den vierjährigen Zwillingen sei das eine Herausforderung.
Die Alternative sei, einen Weg durchs Wäldchen zu nutzen. „In der Dunkelheit möchte ich mit den Kindern aber nicht dort herlaufen.“
Das Thema beschäftigt die Bombelkas schon lange. „Wir wohnen seit drei Jahren auf Schwerin. Vorher haben wir in Merklinde gewohnt. Wir kennen diesen Weg nicht anders.“ Sie seien nicht die Einzigen, die sich mehr Sicherheit am Hellweg wünschen. „Auch bei anderen Anwohnern ist das ein Thema“, weiß Sarah Bombelka. Seitens der Stadtverwaltung habe man ihr bei ihrer letzten Anfrage mitgeteilt, dass eine Markierung aufgebracht und das Stück Seitenstreifen künftig „saubergehalten“ werden solle. Seitdem seien schon wieder Monate vergangen. „Muss erst etwas passieren, damit sich etwas ändert?“
Wir fragen beim EUV Stadtbetrieb nach dem Stand der Dinge. Am Hellweg seien an verschiedenen Stellen Maßnahmen geplant, erklärt EUV-Sprecherin Sabine Latterner. „Zwischen dem Pappelweg und dem Erlenweg sind sechs Baumrigolen geplant. Dafür wird derzeit ein Förderantrag vorbereitet. Zudem sollen zwei Aufpflasterungen gebaut und Parkstände abwechselnd markiert werden. Die dafür nötigen Ausführungspläne eines Ingenieurbüros liegen inzwischen vor.“ In diesem Bereich werde die Straße optisch und baulich verengt. „Dadurch sollen Autofahrer automatisch langsamer fahren“, so Sabine Latterner. Auch im Abschnitt durch das Waldstück werde die Fahrbahn „verschmälert und der Gehweg durch Markierungen klar von der Straße getrennt.“ Geplant sei, die Maßnahme in diesem Jahr umzusetzen – „vorbehaltlich die Mittel stehen zur Verfügung.“ Eine Beleuchtung sei hier weiterhin nicht vorgesehen, da es sich um Außenbereich handele. Der Bereich im Waldstück sei hingegen „jüngst gründlich gereinigt“ worden.
Ob der Weg bis zum Herbst tatsächlich sicherer sein wird? Die Bombelkas und andere Anwohner hoffen darauf.
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Autor
Nina Möhlmeier
Freie Mitarbeiterin
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