- Bild: Nina Möhlmeier
Freibad: "Heiße Phase" vor Saisonbeginn
Vorbereitungen im Parkbad Nord laufen
- 24.03.2026 um 17:04
- Castrop-Rauxel
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Jetzt Newsletter abonnierenEs ist Montagmittag. Die Sonne scheint, die Temperaturen sind mild. Perfektes Wetter für unseren Ortstermin im Parkbad Nord. Im Freibad an der Recklinghauser Straße laufen die Vorbereitungen für die neue Saison. „Jetzt fängt die heiße Phase an“, sagt Bäderleiter Heinz-Robert Schäfer.
Es ist ruhig im Parkbad Nord. Ungewöhnlich für ein Freibad, aber bis hier wieder richtig Leben einkehrt, werden noch einige Wochen vergehen. „Am 1. Juni soll eröffnet werden – vielleicht auch ein bis zwei Wochen früher, aber das lässt sich jetzt noch nicht sagen. Es kommt auf die Witterung an“, erklärt Schäfer.
Vorher gibt es noch einiges zu tun. Mit dem Besen geht es in den Becken die Wände entlang, um Algen von den Fliesen zu entfernen. Mit dieser Arbeit sind gerade zwei Kräfte am Schwimmerbecken beschäftigt. Dieses ist mit Wasser gefüllt. „Man kann das am besten machen, wenn Wasser im Becken ist. Die Algen lassen sich dann leichter entfernen“, so Schäfer. Daher gilt: Solange diese Arbeiten laufen, bleibt Wasser im Becken.
Im kleinen Becken ist man schon einen Schritt weiter, das Wasser wurde bereits abgelassen. Wenn Boden und Wände mit der Maschine gereinigt wurden, kann - bei trockenem Wetter - der Fliesenleger kommen, um defekte Fliesen auszutauschen. Davon gibt es einige. Meistens seien es Fliesen im oberen Beckenbereich, die ersetzt werden müssen, weiß Schäfer aus Erfahrung. Er ist seit 42 Jahren bei der Stadtverwaltung, rund 20 Jahre davon als Bäderleiter.
Sobald alle Arbeiten in und an den Becken beendet sind, wird eine erneute Reinigung vorgenommen. Und dann wird das Wasser eingefüllt und die Anlage in Betrieb genommen. Die Befüllung dauere beim kleinen Becken zwei, beim großen Becken vier bis fünf Tage.
Leiternreinigung, Rostentfernung, Rissereparatur, Überprüfung der Rutschen auf Schäden, Türen- und Fluchtwege-Check, TÜV-Abnahme, Duschen, Technik, Dach, Solaranlage, Materialbestellung, Reinigung im Innenbereich, Laubentfernung, Rasenpflege etc.: Die To-Do-Liste wird nun nach und nach abgearbeitet. „Ich habe sie im Kopf“, lächelt Heinz-Robert Schäfer. Am Kinderplanschbecken stehen indes noch Verfugungs- und Fliesenreparaturarbeiten an.
„Der Heckenschnitt wurde vor zwei Monaten gemacht“, erklärt der Bäderleiter mit Blick auf die Liegewiesen, auf denen übrigens sechs neue Bäume hinzugekommen sind. Falls es notwendig sein sollte, werde jetzt nur noch ein Formschnitt durchgeführt.
Es ist weiterhin absolut ruhig im Freibad – bis erst trompetenartige Geräusche und dann ein Platschen ertönen: Zwei Gänse sind im Schwimmerbecken gelandet und drehen dort ihre Runden. „Sie kommen, ebenso wie zwei Enten, seit Jahren hierher“, so Heinz-Robert Schäfer. „Sobald das Wasser aus dem Becken raus ist, verschwinden sie." Und sie kehren auch nicht zurück, wenn die Becken wieder mit Wasser befüllt werden. "Sie sind nicht mehr interessant für die Gänse und Enten – weil es im gereinigten Wasser keine Nährstoffe gibt." Und so lässt Heinz-Robert Schäfer die „Besucher“ gewähren. „Wenn es zu viele würden, müsste man aktiv werden“, sagt er. „Aber so sehe ich keinen Handlungsbedarf.“
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Autor
Nina Möhlmeier
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