- Bild: ver.di Bezirk Westfalen
AWO-Beschäftigte in Castrop-Rauxel zum Warnstreik aufgerufen
Seniorenheime in Ickern und an der Bahnhofstraße betroffen – Notbetrieb angekündigt
- 02.03.2026 um 09:16
- Castrop-Rauxel
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Jetzt Newsletter abonnierenAm 3. März wird der zentrale Streiktag der Arbeiterwohlfahrt (AWO) NRW auch in Castrop-Rauxel spürbar. Die Beschäftigten der AWO-Seniorenheime in Ickern und an der Bahnhofstraße sind aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Sie schließen sich damit landesweit tausenden Kolleginnen und Kollegen an, die vor der dritten Tarifrunde am 4. März in Dortmund den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen wollen.
„Bisher haben die Verantwortlichen bei der AWO die Signale der ver.di-Mitglieder aus der Altenpflege nicht deutlich genug gehört“, kritisiert Björn Jadzinski, Gewerkschaftssekretär bei ver.di Westfalen. Der Gewerkschafter betont: „Die Arbeit, die unsere Kolleginnen und Kollegen täglich leisten – ob direkt am Bewohner oder im Service wie der Versorgung – lässt sich mit Geld gar nicht aufwiegen. Aber sie muss endlich fair bezahlt werden.“
Nach Angaben der Gewerkschaft sind in Castrop-Rauxel insbesondere die Beschäftigten in den Seniorenheimen und Kitas betroffen. Gefordert werden 500 Euro mehr für alle Beschäftigten sowie 300 Euro mehr für Auszubildende. Zudem verlangt ver.di unter anderem einen zusätzlichen Urlaubstag für Auszubildende, höhere Zulagen und Zeitzuschläge, eine Anhebung der Jahressonderzahlung sowie drei zusätzliche freie Tage für ver.di-Mitglieder in der AWO NRW.
„Es geht um Anerkennung und um die Möglichkeit, von der eigenen Arbeit gut und sicher leben zu können“, so Jadzinski. Trotz des Warnstreiks soll die Versorgung der Bewohner durch einen Notbetrieb sichergestellt werden. „Wir wollen der AWO einen Denkzettel verpassen – nicht den Menschen, die von unseren Mitgliedern täglich versorgt werden“, stellt er klar.
Im Rahmen des landesweiten Streiktages beginnt die zentrale Auftaktveranstaltung am 3. März um 11 Uhr an den Katharinentreppen am Königswall in Dortmund. Anschließend ist eine Demonstration durch die Innenstadt geplant, bevor ab 12.15 Uhr eine Abschlusskundgebung stattfindet.
Die AWO ist mit rund 35.000 tarifgebundenen Beschäftigten einer der größten Träger sozialer Dienstleistungen in Nordrhein-Westfalen. Die Tarifrunde betrifft Einrichtungen in der Pflege- und Seniorenarbeit, in Kindertagesstätten und im Offenen Ganztag, in der Behindertenhilfe, Jugend- und Familienhilfe sowie in Verwaltung und Service.
- Quelle(n): ver.di Bezirk Westfalen
Autor
Nils Bettinger
Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.
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